by Mathias Rehberg

Einträge mit dem Schlagwort Fotobearbeitung

RAW | Vorher – Nachher Bilder

Habt ihr euch schonmal gefragt, warum die Bilder bekannter Fotografen so coool aussehen, während die Bilder aus eurer Kamera eher ein wenig langweilig wirken? Das Geheimnis ist das RAW – Format!

Nun ganz einfach!

RAW Format auswählen

Die Bilder der „guten“ Fotografen sehen bei der Aufnahme wohl auch nicht anders aus, als eure Aufnahmen. Aber die meisten Profis nehmen die Bilder im RAW Format auf und wissen diese zu bearbeiten.

Merke: In einem RAW Bild steckt vieeeel mehr Potential für die Nachbearbeitung als in einem JPG!

RAW hat mehr Potential!

Wenn ihr gern eure Bilder nachbearbeitet und, so wie ich, die dunklen Bereiche aufhellt und die zu hellen Bereiche abdunkelt, dann ist dieses Format eigentlich DIE Alternative. Aber ich höre schon so einige rufen, „Das kann ich auch mit JPGs tun“. Dann probiert mal mit einem JPG die Farbtemperatur zu ändern. Spätestens hier ist Schluss mit Lustig! Habt ihr allerings das Rohdatenformat gewählt, dann ist es überhaupt keine Problem.

Habt ihr in einem Innenraus ein Bild im JPG Format aufgenommen, bei dem nun alles durch die Glühbirnen in einem hässlichen gelb / orangen Ton erstrahlt? Tja… Pech gehabt.

Habt ihr das gleiche im RAW- Format aufgenommen, schiebt einfach die Regler für die Farbtemperatur in eurem Entwicklungsprogramm ein wenig hin und her und ihr könnt die für euch richtige Farbtemperatur einfach korrigieren.

Ja, okay, aber eine RAW – Datei ist doch so groß!

Stimmt! Die Dateien sind größer. Aber dafür sind Speicherkarten spottbillig. Ich habe es noch nie geschafft, eine Speicherkarte an einem Tag zu füllen. Falls das dennoch mal geschehen sollte, habe ich immer zwei Ersatzkarten dabei. Wer sich eine fette Kamera geleistet hat, der sollte sich ein oder zwei zusätzliche Speicherkarten auch leisten können.

Vergleichsbilder RAW – Vorher / Nachher in Lightroom

Im Folgenden zeige ich euch einige Vorher / Nachher Vergleiche. Diese sind nur mit Lightroom bearbeitet worden.

Viel Spaß!

 

Ein Bild vom Biggesee in Olpe. Das Licht war okay. Mit einem Grauverlaufsfilter konnte ich zwar den Himmel etwas abdunkeln, aber das war nicht genug, wie man auf dem Vorher Foto sieht.vorher-nachher-olpe

Das folgende Bild entstand bei Gegenlicht. Ich hatte nur darauf geachtet, dass der Himmel nicht zu sehr ausbrennt. WEITERLESEN… »

Filter in der Landschaftsfotografie

Aufgrund einiger Anfragen habe ich mich entschlossen hier einen kurzen Abriss über die wichtigsten Filter in der Landschaftsfotografie zu geben.

 

In meiner Fototasche finden sich drei verschiedene Filtertypen.

  • Grauverlaufsfilter
  • Graufilter
  • Polfilter

Grundsätzlich gibt es 2 Filterarten. Zum einen gibt es da Schraubfilter. Diese werden in das Frontgewinde eines Objektives eingeschraubt. Zum anderen gibt es Steckfilter. Diese werden in einen Filterhalter geschoben, den man am Objektiv befestigt.

Über die verschiedenen Marken und Hersteller lässt sich streiten. Um keine Grundsatzdiskussion vom Zaun zu brechen, gebe ich hier keine Tipps zu irgendwelchen Herstellern.

Grauverlaufsfilter

Wer kennt es nicht. Man macht ein Foto, der Himmel und Vordergrund beinhaltet. Was kommt raus? Der Himmel ist einwandfrei abgelichtet, aber auf dem Vordergrund ist nichts mehr zu sehen. Absolut schwarz.
Oder umgekehrt: Der Himmel ist einfach nur noch weiß, der Vordergrund aber korrekt abgelichtet.

Und hier kommen die Graufverlaufsfilter ins Spiel. Diese Filter bilden einen Verlauf ab. Sie sind oben abgedunkelt und werden zur Mitte hin immer heller. Die Filter gibt es mit verschiedene Stufen der Abdunklung.

Grauverlaufsfilter Filter Schottland Landschaftsfotografie
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Fotografieren mit dem Lee Big Stopper

In dem heutigen kurzen Post möchte ich euch ein Beispiel für den Einsatz des Lee „Big Stopper“ zeigen.

 

Wozu eigentlich so einen Graufilter nutzen? Ganz einfach: Um die Belichtungszeit zu verlängern. In diesem Fall um ganze 10 Blenden. Denn so viel „schluckt“ der Lee Big Stopper. Manchmal sogar noch etwas mehr; das sollte direkt nach dem Kauf ausgetestet werden.

Die Anwendung ist ganz einfach. Man sucht sich das passende Motiv und fertigt ein vernünftig belichtetes Foto an. Ich merke mir dann immer die Blende und verlängere die Verschlusszeit um etwa 10 Blenden. Das ist der einfachste Weg. Den Autofokus sollte man auf manuell umstellen, denn wenn der Big Stopper erstmal vor der Linse hängt, kann man so gut wie gar nichts mehr sehen und der Autofokus gibt seinen Geist auf.

Gut, nachdem alles eingestellt ist, wird der ND- Filter in den Filterhalter vor dem Objektiv eingesteckt.

Feuer frei!

Wenn die Belichtungszeit korrekt ausgerechnet wurde, sollte man nun ein tolles Bild aus seinem Display sehen.

Das Bild wird dann sehr wahrscheinlich einen Blaustich aufweisen, der durch den Filter verursacht wird. Da wir aber alle im RAW Format fotografieren (!!!) macht uns das nichts aus, denn die Farbtemperatur später wird in Lightroom entsprechend korrigiert. ;-)

Wie ihr seht ist es also keine große Kunst.

Voraussetzung sind wie immer die Basics der Fotografie: Zusammenspiel Blende, Verschlusszeit, ISO. Der Rest kommt dann schon…

Hier übrigens mein erster Versuch mit dem Filter. Aufgenommen an der Köhlbrandbrücke in Hamburg.

Lee-Big-Stopper-Vergleich

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Verlaufsfilter in Lightroom

In diesem ersten Tutorial über Bildbearbeitung möchte ich euch zeigen, wie man Verlaufsfilter in Lighroom einsetzt, zum Bispiel um einen zu hellen Horizont anzugleichen.

 

Tutorial-Verlaufsfilter-vorherWie man auf dem nebenstehenden (VORHER-)Foto sehen kann, ist der Horizont viel zu hell, so dass an einigen Stellen gar keine Zeichnung mehr zu sehen ist. Das Bild wurde übrigens in Schottland auf der Halbinsel Isle of Skye bei Elgol aufgenommen.

Dieses Problem lässt sich in Lightroom mit ganz wenigen Klicks beheben.

Da der Himmel zu hell geraten ist, bietet es sich an, hier einen Grauverlaufsfilter über das Bild zu legen. Dieser soll den oberen Teil des Bildes etwas abdunkeln. Normalerweise nutze ich vor Ort Grauverlaufsfilter, die vor das Objektiv gehalten werden. Dies habe ich bei diesem Foto auch gemacht, allerdings habe ich mich bei der Belichtungszeit, oder der Stärke des Filters vertan. Aber das ist heutzutage alles kein Problem mehr, denn per nachträglicher Bildbearbeitung kann man noch sehr viel aus den Fotos herausholen.

Eine Voraussetzung ist aber, dass eure Bilder im RAW Format vorliegen sollten. Bilder im RAW Format belegen zwar mehr Speicherplatz als JPEGs, allerdings beinhalten die Rohdaten wesentlich mehr Bildinformationen. Dies erlaubt euch, auf den ersten Blick ausgebrannte, oder zu dunkle Bildteile in den meisten Fällen so weit zu bearbeiten, dass ihr wieder Zeichnung in den Bereichen bekommt.

Fangen wir mit diesem kurzen Tutorial an.

Als Software zur Katalogisierung und ersten Bearbeitung nutze ich Lightroom 3. Es gibt zwar neuere Versionen, aber ich komme mit dieser noch sehr gut zurecht.

In diesem Teil gehe ich ausschließlich auf die Funktion des Verlaufsfilters ein. Sicherlich lässt sich an dem Bild noch viel mehr bearbeiten, aber das zeige ich euch gern in einem späteren Blogpost.

Der erste Schritt ist also, das Bild zu öffnen. Danach wechselt man in das Entwickeln- Modul. WEITERLESEN… »

Tipps & Tricks – Landschaftsfotografie

Heute möchten wir mal schauen, was man alles so benötigt um gute Landschaftsfotos abzuliefern.

 

Daher möchte ich euch in diesem Tutorial einige erste Tipps und Tricks geben, wie man gerade bei der Landschaftsfotografie vorgehen kann um gute Ergebnisse zu erzielen.

In den meisten Fällen reicht es eben genau NICHT einfach so irgendwo hinzugehen und mal locker aus der Hand zur Mittagszeit ein Foto zu schießen. Und bitte lasst euch da auch nicht durch Fotoseiten wie der Fotocommunity verunsichern. Da gibt es einige Fotos, die dutzende wohlwollende Kommentare bekommen, die aber z.B. bei mir nicht einmal den Weg auf den Rechner finden würden, weil ich sie gleich auf der Kamera löschen, oder gar nicht erst aufnehmen würde. Das hat in dem Fall nichts mit Fotografie zu tun, sondern nur mit Speichelleckerei der dahinter stehenden „Fotografen“.

Okay, fangen wir an.

Planung

Diesen Punkt mögen einige Leute überspringen. Für mich ist es aber mittlerweile einer der wichtigsten überhaupt.

Bei der Planung suche ich erst einmal ganz grob einen Ort oder eine Region die ich ablichten möchte. Da geht wahrscheinlich jeder anders heran. Meine Vorgehensweise ist so, dass ich mir überlege, an welchen Ort ich gehen möchte und dann bei Google oder den großen Fotoseiten nach dem Ortsnamen oder topografischen Punkten suche. Dort kann ich mir schon einen groben Überblick verschaffen und weiß dann ganz oft, wie man ein Foto NICHT machen sollte.

Wenn ich eine geeignete Stelle gefunden habe, prüfe ich mit Tools wie dem SunCalc (suncalc.net) an welcher Stelle die Sonne auf- oder untergeht. Der exakte Stand der Sonne und die genauen Uhrzeiten sind für mich sehr wichtig, da ich danach den Trip genau planen kann.

Warum prüfe ich den Sonnenstand? Nun, bei der Landschaftsfotografie gibt es fast nichts schlimmeres, als hartes Licht. Wann herrscht dieses Licht vor? Meist tagsüber. Darum gibt es eine alte Fotografenweisheit:

Zwischen 11 und 3 – hat der Fotograf frei

Das schönste Licht gibt es meines Erachtens jeweils eine Stunde vor und nach dem Sonnenauf- oder untergang. WEITERLESEN… »