by Mathias Rehberg

Einträge mit dem Schlagwort fotografie grundlagen

Tipps & Tricks – Wellen: Struktur und Bewegungen

Vielleicht habt ihr bei meinen Fotos oder den Bildern anderer Landschaftsfotografen diese tollen Wellenstrukturen gesehen. Diese sind ein wahnsinnig toller Eyecatcher und ideal für den Vordergrund geeignet.

Wellen-Steg-Sonnenuntergang-Zingst-Darss-quer

Verschlusszeit: 0.6 Sek

Doch wie lichtet man diese richtig ab und was muss man an der Kamera einstellen? Das möchte ich euch in dem heutigen Tutorial etwas näher bringen.

Im Grunde ist das nicht weiter schwer. Mit ein bisschen Übung und etwas Mut, kann das jedem gelingen.

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Ein Foto-Workshop fällt ins Wasser

Am vergangenen Samstag habe ich einen Foto-Workshop der ganz besonderen Art gegeben.

Was war da los?

Doch der Reihe nach:

Vor einigen Monaten traten 2 Jungens aus der Nähe von Osnabrück mit mir in Kontakt. Sie hatten Interesse an einem Foto-Workshop. Nach einem kurzen Telefonat hatten wir uns darauf geeinigt, dass dieser in St. Peter Ording oder Westerhever statt finden sollte.

Natürlich hatten wir ausgemacht, dass dieser ausfällt, oder verschoben wird, falls das Wetter zu schlecht sein sollte.

Nun ja… die Zeit verging und wir hatten am letzten Mittwoch und Freitag zwecks Wetterprognosen telefoniert. Es sah alles ganz gut aus. Laut Wetterbericht verschiedener Quellen, sollte es zwar leicht regnen, aber wenigstens nicht bedeckt sein.

Der Tag des Workshops

Am Samstag war es dann soweit. Das Wetter um die Mittagszeit war fantastisch! Es gab Wolken, Wind und die Sonne blitzte immer wieder hindurch. Voller Ekstase trat ich den Weg nach St. Peter Ording an.

Doch je näher ich dem Ziel kam, desto schlechter wurde das Wetter und auch meine Laune. Das Wetter wurde RICHTIG schlecht für Landschaftsfotografen. Der Himmel war schlichtweg grau ohne jegliche Kontur!

Endlich am Strand angekommen, kam dann auch noch wirklich starker Wind dazu und mehr als nur ein leichter Regen, der dann übrigens auch direkt von der Seite kam.

Hmmm was tun?

Alle meine Workshop- Pläne waren durchkreuzt. Ein Lehrgang bei dem Wetter durchführen? Für mich eigentlich unmöglich!

Den Workshop absagen, ging aber auch nicht, schon allein aus dem Grund, weil die Beiden extra ein Hotel in Hamburg gebucht hatten.

Der Workshop

Strandbar - Bildaufbau üben

Also haben wir das Beste aus der Situation gemacht. Erstmal zwei Strandkörbe zusammengeschoben und die Workshop Unterlagen mit den Basics – wie Blende, Verschlusszeit und ISO – durchgehen. Das ging alles sehr schnell, weil die Teilnehmer exzellente Vorkenntnisse hatten.

Das Wetter wurde in der Zwischenzeit noch schlechter, also sind wir erst einmal in die Strandbar vor Ort gegangen um ein Käffchen zu schlürfen und die mitgebrachten Fotos der Beiden zu analysieren. Hierbei haben wir uns intensiv mit den Bildern beschäftigt und viel über Bildaufbau und -komposition gesprochen. Nach einem Blick auf die Uhr waren dann sage und schreibe schon 2 Stunden vergangen und wir sind schleunigst raus um wenigstens noch ein etwas Licht für die Praxis zu ergattern.

Regen – In allen Variationen

Der Regen kam ja wie anfangs erwähnt nicht von oben, sondern von der Seite. Somit konnten wir einigermaßen in die windabgewandte Seite fotografieren, ohne uns sofort einen pitschenasse Kamera einzufangen. Ich glaube, hier hat es bei den beiden endgültig „Klick“ gemacht. Da die Grundlagen saßen, konnten wir uns voll und ganz auf einen guten Bildaufbau konzentrieren. WEITERLESEN… »

Kamera-Modi

Vor einigen Wochen hatte ich auf meiner Facebook- Seite gefragt, welche Kamera- Modi meine Leser so nutzen. Überraschenderweise kam dabei heraus, dass viele dem manuellen Modus nutzen.

 

Vorab möchte ich aber erst einmal für die Einsteiger die wichtigsten verschiedenen Kamera-Modi vorstellen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Modi lassen sich meist über ein Einstellrad anwählen. Dort sind entsprechende Kurzbezeichnungen abgebildet, welche je nach Kamerahersteller variieren können.

 

Av oder A

Steht für Blendenvorwahl oder auch Zeitautomatik.

Diesen Modus nutze bei mindestens zu 90% meiner Fotos. WEITERLESEN… »

Filter in der Landschaftsfotografie

Aufgrund einiger Anfragen habe ich mich entschlossen hier einen kurzen Abriss über die wichtigsten Filter in der Landschaftsfotografie zu geben.

 

In meiner Fototasche finden sich drei verschiedene Filtertypen.

  • Grauverlaufsfilter
  • Graufilter
  • Polfilter

Grundsätzlich gibt es 2 Filterarten. Zum einen gibt es da Schraubfilter. Diese werden in das Frontgewinde eines Objektives eingeschraubt. Zum anderen gibt es Steckfilter. Diese werden in einen Filterhalter geschoben, den man am Objektiv befestigt.

Über die verschiedenen Marken und Hersteller lässt sich streiten. Um keine Grundsatzdiskussion vom Zaun zu brechen, gebe ich hier keine Tipps zu irgendwelchen Herstellern.

Grauverlaufsfilter

Wer kennt es nicht. Man macht ein Foto, der Himmel und Vordergrund beinhaltet. Was kommt raus? Der Himmel ist einwandfrei abgelichtet, aber auf dem Vordergrund ist nichts mehr zu sehen. Absolut schwarz.
Oder umgekehrt: Der Himmel ist einfach nur noch weiß, der Vordergrund aber korrekt abgelichtet.

Und hier kommen die Graufverlaufsfilter ins Spiel. Diese Filter bilden einen Verlauf ab. Sie sind oben abgedunkelt und werden zur Mitte hin immer heller. Die Filter gibt es mit verschiedene Stufen der Abdunklung.

Grauverlaufsfilter Filter Schottland Landschaftsfotografie
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Fotografieren mit dem Lee Big Stopper

In dem heutigen kurzen Post möchte ich euch ein Beispiel für den Einsatz des Lee „Big Stopper“ zeigen.

 

Wozu eigentlich so einen Graufilter nutzen? Ganz einfach: Um die Belichtungszeit zu verlängern. In diesem Fall um ganze 10 Blenden. Denn so viel „schluckt“ der Lee Big Stopper. Manchmal sogar noch etwas mehr; das sollte direkt nach dem Kauf ausgetestet werden.

Die Anwendung ist ganz einfach. Man sucht sich das passende Motiv und fertigt ein vernünftig belichtetes Foto an. Ich merke mir dann immer die Blende und verlängere die Verschlusszeit um etwa 10 Blenden. Das ist der einfachste Weg. Den Autofokus sollte man auf manuell umstellen, denn wenn der Big Stopper erstmal vor der Linse hängt, kann man so gut wie gar nichts mehr sehen und der Autofokus gibt seinen Geist auf.

Gut, nachdem alles eingestellt ist, wird der ND- Filter in den Filterhalter vor dem Objektiv eingesteckt.

Feuer frei!

Wenn die Belichtungszeit korrekt ausgerechnet wurde, sollte man nun ein tolles Bild aus seinem Display sehen.

Das Bild wird dann sehr wahrscheinlich einen Blaustich aufweisen, der durch den Filter verursacht wird. Da wir aber alle im RAW Format fotografieren (!!!) macht uns das nichts aus, denn die Farbtemperatur später wird in Lightroom entsprechend korrigiert. ;-)

Wie ihr seht ist es also keine große Kunst.

Voraussetzung sind wie immer die Basics der Fotografie: Zusammenspiel Blende, Verschlusszeit, ISO. Der Rest kommt dann schon…

Hier übrigens mein erster Versuch mit dem Filter. Aufgenommen an der Köhlbrandbrücke in Hamburg.

Lee-Big-Stopper-Vergleich

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Tipps & Tricks – Landschaftsfotografie

Heute möchten wir mal schauen, was man alles so benötigt um gute Landschaftsfotos abzuliefern.

 

Daher möchte ich euch in diesem Tutorial einige erste Tipps und Tricks geben, wie man gerade bei der Landschaftsfotografie vorgehen kann um gute Ergebnisse zu erzielen.

In den meisten Fällen reicht es eben genau NICHT einfach so irgendwo hinzugehen und mal locker aus der Hand zur Mittagszeit ein Foto zu schießen. Und bitte lasst euch da auch nicht durch Fotoseiten wie der Fotocommunity verunsichern. Da gibt es einige Fotos, die dutzende wohlwollende Kommentare bekommen, die aber z.B. bei mir nicht einmal den Weg auf den Rechner finden würden, weil ich sie gleich auf der Kamera löschen, oder gar nicht erst aufnehmen würde. Das hat in dem Fall nichts mit Fotografie zu tun, sondern nur mit Speichelleckerei der dahinter stehenden „Fotografen“.

Okay, fangen wir an.

Planung

Diesen Punkt mögen einige Leute überspringen. Für mich ist es aber mittlerweile einer der wichtigsten überhaupt.

Bei der Planung suche ich erst einmal ganz grob einen Ort oder eine Region die ich ablichten möchte. Da geht wahrscheinlich jeder anders heran. Meine Vorgehensweise ist so, dass ich mir überlege, an welchen Ort ich gehen möchte und dann bei Google oder den großen Fotoseiten nach dem Ortsnamen oder topografischen Punkten suche. Dort kann ich mir schon einen groben Überblick verschaffen und weiß dann ganz oft, wie man ein Foto NICHT machen sollte.

Wenn ich eine geeignete Stelle gefunden habe, prüfe ich mit Tools wie dem SunCalc (suncalc.net) an welcher Stelle die Sonne auf- oder untergeht. Der exakte Stand der Sonne und die genauen Uhrzeiten sind für mich sehr wichtig, da ich danach den Trip genau planen kann.

Warum prüfe ich den Sonnenstand? Nun, bei der Landschaftsfotografie gibt es fast nichts schlimmeres, als hartes Licht. Wann herrscht dieses Licht vor? Meist tagsüber. Darum gibt es eine alte Fotografenweisheit:

Zwischen 11 und 3 – hat der Fotograf frei

Das schönste Licht gibt es meines Erachtens jeweils eine Stunde vor und nach dem Sonnenauf- oder untergang. WEITERLESEN… »